Electra mit Nie zuvor
Electra mit Nie zuvor
Soeben wurde mir diese „wichtige“ Ausschreibung zugesandt:
Die ÖVP sucht zur Verjüngung ihrer Partei den Superpraktikant: Du bist jung (also wirklich, ernsthaft und ungespritzt unter 30), masochistisch, massiv verzweifelt und willst für 3 Sekunden völlig umsonst und prekär im medialen-Schrott-Rampenlicht stehen, dann geh nach Österreich und werde Superpraktikant:
Nun ja, wie können Geisteswissenschaftler/innen zur „Lösung“ der derzeitigen Finanz- und Gesellschaftskrise beitragen? Diese Frage stellt der Universitätsprofessor für Komparatistik Prof. Dr. Ulrich Hans Gumbrecht aus Stanford in der Neuen Zürcher Zeitung: http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_ratlosigkeit_des_moments_1.3949012.html
St. Germain – La Goutte D’or
Minimal passend zu meiner aktuell währenden Blogdiskussion, fand ich diesen Klassiker von Jam & Spoon – The Age of Love:
Das Finale der 10-Jahres-Freundschaftscompilation ist gekommen. Zum Schluss dadaisiere ich ein kleines aber feines Rätsel nach dem Motto eines Movies über die 68er Generation: „Welcher Film?“ Ich weite aus: „Welche Texte sind hier wohl gemeint?“
Wante wante quante, da läuft ja Keyser Soze… Im Spiegel sieht er eine ältere Dame, die immer noch keinen Mann gefunden hat! Er greift nach einer Erdbeere, Hass steigt in ihm auf, doch er läuft nicht Amok. Er fühlt die Programme die durch ihn rauschen, wo bin ich, bin ich ein Schwachkopf wie Mark Renton oder ist alles nur eine große Lüge? Jakob wusste es auch nicht. Er will nur ein schönes Leben, ob auf dem Mond oder anderswo. Er mag hier wie dort keine Intoleranz und schon gar nicht in Zeitungen. Wo ist eigentlich Kanes Asche geblieben? Sie muss im Tauwetter verloren gegangen sein. So konnten Roger und ich sie auch nicht in 6-Fuß-Tiefe finden, obwohl wir einen Satelliten zur Suchunterstützung hatten. Doch mein Liebchen bekomme ich einfach nicht aus dem Kopf. Auch nicht, wenn wir den Autounfall von James Dean nachspielen müssen. Geht’s noch gruseliger, ja, denn bald ist Halloween. Da heißt es wohl im House bleiben und Musik hören…
„Eine Chronik von Liebe und Schmerz“
Elia Suleiman – Divine Intervention
Gestern musste ich einen Artikel bei Telepolis lesen, der sich nahtlos an das hier schon beschriebene und diskursanalytische beleuchtete Befürwortungsmuster für Polanski anschließt. Dabei arbeitet der Autor des Artikels und bis dato geschätzte Filmkritiker Rüdiger Suchsland jedoch in einer Umkehrung der Tatsachen.
Unter dem Titel „Polanski und seine Feinde“ führt der Autor so in das Thema ein, als dass nicht diejenigen, die für eine Vergewaltigung bzw. eine Nichtahnung dessen in Vollendung mit ihrer Unterschrift gevotet haben, das Problem an diesem Skandal sind, sondern die diffusen Anderen („Polanskis Feinde“). Deren „vorhersehbare Gegenreaktionen“ – ich merke an: die wenigen Gegenreaktionen die es in der Bundesrepublik tatsächlich gab – werden u.a. der „diffusen“ Taz zugeschrieben. Die Autorin jenes Kommentars – Cristina Nord – bleibt zunächst namenlos und ihr Artikel wird auch gleich als „populistischer Unsinn“ verunglimpft. Darüber hinaus wird der Eindruck erweckt, dass jenes Statement in die Ecke der eigenwilligen und eh längst überholten „Altfeministinnen“ gestellt wird, denn die sind eh nicht Ernst zu nehmen, vor allem nicht im Mainstream. Offensichtlich wird diese Strategie, als der Autor der FR Daniel Kothenschulte (der ebenfalls nur sagte, dass dieses Verbrechen geahndet werden sollte) direkt namentlich benannt wird. Ein Kollege auf Augenhöhe also, mit dem es sich nun um den Streit der Fakten zu messen gilt. Den Rest des Beitrags lesen »
Björk – All is full of Love
Kurz vor den Ereignissen des 9. November erleben wir in den Medien eine umfangreiche Berichterstattung zu: 20 Jahre Mauerfall. Dabei stellen sich interessante Fragen wie: Welche Bilder und Geschichten liefern uns die Medien? Was für Bilder assoziieren wir mit dem Ereignis? Korrespondiert das oder vielleicht auch nicht?
Fünf kleine Filme mit den wichtigen Stationen dieser Geschichte, die medial sehr gern aufgegriffen werden, habe ich ausgewählt. Allein meine Auswahl verdeutlicht die Macht der Bilder…
Die Flucht über Ungarn und Prag:
http://www.youtube.com/watch?v=pp4OhobNzPk
http://www.youtube.com/watch?v=J-QRx92OGkQ
Die Mauer fällt (ein heutiger Blick auf damals):
http://www.youtube.com/watch?v=52K1Cg4JTB0
Die DDR-Bürger kommen und das Fernsehen schwenkt auf Bananen:
http://www.youtube.com/watch?v=DSUOYP2v-pg
Frontal 21 berichtet über Ostdeutschland 19 Jahre nach dem Mauerfall:
http://www.youtube.com/watch?v=9sjXttPUBMU